Werbung für aluminiumfreie Deos, unbeauftragt und selbst bezahlt

Es ist die x-te Woche dieses abartig heißen Sommers. (Diese Hitze macht mich übrigens bekloppt, echt ma, also wundert euch besser über nichts beim Lesen) Wir haben 22:28 Uhr und kuschelige 28 Grad. Draußen. Drinnen ist Dachgeschosstemperatur und ich bin der Meinung, dass ich die beiden Deos wirklich ausreichend getestet habe um mir ein Urteil erlauben zu können.

Sprechen wir doch heute mal über Schweiß! Achselschweiß! Will keiner, sieht auch super unerotisch aus, wenn man den Arm hebt und man merkt am Blick des Gegenüber – wenn die Augen unweigerlich zur Achsel gehen – dass man wohl kratergroße Schweißflecken unter den Achseln hat. Ausgesprochen unschön.

Noch übler, wenn unser Gegenüber von unserer ausströmenden Duftwolke in Ohnmacht fällt. Kann man wenigstens schnell wegrennen.

Vor einigen Jahren hatte ich derlei Horrorvorstellungen noch nicht. Da habe ich mir ganz entspannt das Deo mit demhöchsten Aluminiumanteil unter die Achseln geschmiert, war trocken und das einzige was man wahrnahm war mein Parfüm. Dann lernte ich lesen und interessierte mich immer mehr für einen gesunden Körper. Und kam ziemlich schnell an den Punkt, dass verstopfte Schweißdrüsen zwar vorteilhaft sind in punkto Schwitzen. Gesund kann das Ganze einfach nicht sein. Auch wenn man sich noch nicht ganz sicher ist über den Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Deos und Brustkrebs, muss ich das ja nicht ausprobieren.

Das Problem ist. Ich bin eitel. Sehr eitel. Ich mag weder sichtbar schwitzen noch unangenehm riechbar duften. Und die traurige Nachricht vorweg: Ich persönlich habe viiiele Deos ausprobiert, die ohne Aluminium  wirken. Eins haben sie alle gemeinsam. Sie wirken nicht so stark wie aluminiumhaltige Deos in Hinblick auf trockene Achselhöhlen.

Aber, vielleicht ist das ja auch nicht so schlimm, denn als ich mit aluminiumhaltigen Deos vor ca. 5 Jahren aufgehört habe, passierte die nächsten Tage etwas merkwürdiges. Ich stank. Nicht nur ein bisschen, nein, es war ekelhaft. Es war als ob jahrelang angesammelter Schweiss aus meinen Achseln kam. Bah. Es war schlimm. Als ich das überstanden hatte, stellte ich fest, dass ich geruchsmässig ohne Deo fast einen ganzen Tag hinkomme. Reicht natürlich nicht. Bin eitel. Und ich probierte ich mich durch das Land der Deos und habe über die Männerbox der FairyBox ein Deo von Ben&Anna kennen und lieben gelernt. Warum also nicht, dachte ich mir, den schärfsten Wettbewerber “Schmidts Deo” mal gegenüber zu setzen und zu gucken wer gewinnt.

Ich bin natürlich streng wissenschaftlich vorgegangen und habe immer beide aluminiumfreie Deos benutzt, das eine links, das andere rechts.:

Natural Soda Deodorant Ben & Anna

Sorte & Duft:  Provence, riecht sehr angenehm nach Lavendel und geht für mich eher in die Richtung “kräuterig”. Der Geruch bleibt ganz leicht über viele Stunden.

Verpackung: Hach! No Plastik! Das Deo kommt in einem stabilen Push-up Papertube daher. Das einzige was mich stört ist, dass im Laufe der Zeit ein Geschmadder entsteht beim Schließen. Der Fairnesshalber muss ich aber sagen, dass mir dies bisher bei allen Deos aus der Naturkosmetik passiert, die ein Deo Stick sind. Ich schaffe es gerade so zu einem Papiertuch zu greifen und die Reste abzuwischen, wenn es mich zu sehr stört.

Konsistenz: Kommt auf eure Zimmertemperatur an. Unter 20 Grad ist es sehr fest und ich trage es am besten über dem Waschbecken auf, da es zunächst krümelig ist, je kälter es ist. Durch die Körpertemperatur wird es schnell streichbar und seitdem wir kuschelige 28 Grad in unserem Dachgeschossbad haben, lässt es sich super leicht verstreichen, bleibt aber in der Verpackung dennoch fest.

Inhaltsstoffe: Hauptbestandteil um vor Schweiss zu schützen ist Soda. Rosmarin wirkt antiseptisch, Pfeilwurzel pflegt und ansonsten enthält das Deo genug Öle wie Sonnenblumenöl um die Haut auch zu pflegen. Was mich ein bisschen stört ist, dass es Limonene enthält, da müssen Kontaktallergiker ein bisschen aufpassen. Ich bin Kontaktallergiker und bin der Meinung gewesen, dass ich Limonene nicht vertrage. War wohl ein Irrtum, den ich habe keinerlei Juckreiz oder andere nervige Begleiterscheinungen. Auch wenn ich es direkt nach der Rasur auftrage, vertrage ich es grandios.

Ben & Anna Deo OptikWirkung: Wir haben ja gerade irgendwas um abartige 30 Grad und ja es schützt vor Achselschweiss. Keine 24 Stunden bei den Temperaturen aber doch so, dass ich den Tag über jedem zuwinken und umarmen kann. (Und mal ganz ehrlich, wer duscht bei 35 Grad erst am nächsten Tag wieder?!) Unter normalen Umständen hält bei mir die Wirkung bis in die Nacht in Hinblick auf Geruchsbildun. Mein Achselschweiss hält sich den Tag über in Grenzen und es geht nichts durch die Kleidung. Das Deo ist aluminiumfrei und verstopft nicht die Poren, daher ist es unrealistisch zu erwarten, dass ich pupstrocken unter den Armen bleibe.

Siegel:  ICADA, NaTrue, Vegan Society und ist plastifrei, cruelty-free und glutenfrei

Wo: Ich habe es leider bisher nur online zum Beispiel hier bei Ecco-verde gesehen und natürlich direkt auf deren Seite

Preis: ca. 8 €/ 60 Gramm

Fazit: Ein Punktabzug für das Geschmadder beim Schließen der Verpackung. Ist streng? Ja aber sicher. Ansonsten empfehle ich dieses Deo uneingeschränkt. 💚💚💚💚🖤

Schmidt´s Deodorant

Schmidts Deo Tea Tree OptikSorte & Duft: Ich hatte “Tea Tree” also Teebaumöl. Der Geruch ist sehr intensiv und bleibt lange leicht hängen.

Verpackung: Kommt in einer nicht umweltfreundlichen aber praktischen Plastikverpackung zum Drehen daher.  Die Verpackung ist stabil, lässt sich allerdings schwer öffnen und dadurch bleibt man mit dem Deckel schonmal am Deckel hängen und hat wieder Geschmadder. Toll.

Konsistenz: Ähnlich wie bei dem Deo von Ben&Anna wobei es im kühleren Zustand weniger bröselt und sich leicht verteilen lässt.

Schmidts Deo IncisInhaltsstoffe: Natürlich auch komplett aluminiumfrei. Als Hauptwirkstoff arbeitet hier Magnesium hydroxid um den Schweiss aufzusaugen. Tocopherol soll das ranzig werden verhindern. Nunja. Der Stoff ist auch im Deo von Ben&Anna, daran liegts wohl eher nicht, dass dieses Deo so komplett versagt. Was ich gut finde ist das enthaltene Jojobaöl, welches die Haut toll pflegt. Ach, und natürlich Extrakte vom Teebaumöl was ja per se desinfizierend wirkt. Alles in allem sind da ganz feine Dinge drin.

Wirkung: Furchtbar. Und das ist noch freundlich. Es wäre besser gewesen, ich hätte kein Deo benutzt, dann hätte ich weniger gemüffelt aber mit dieser Sorte fing ich nach zwei Stunden an zu müffeln. Nicht nach Schweiss aber einfach unangenem. Positiv ist, dass ich auch hier keinerlei Hautreizungen hatte. Die Wirkung gegen Feuchtigkeit war ok.

Siegel: Es ist komplett tierversuchsfrei hergestellt was die Zertifizierung durch Leaping Bunny zeigt. Ansonsten ist es noch glutenfrei, natürlich vegan.

Wo: Auf jeden Fall auch hier.

Preis: ca. 6 Euro für 19,8 Gramm.. Bisschen teuer für so wenig Wirkung.

Fazit: Sagen wir es so: Ich bin froh, dass ich mir nur die kleine Variante gekauft habe, sonst hätte ich mich über das rausgeschmissene Geld sehr geärgert. Versuch macht klug und für mich scheinen Naturkosmetik Deos ohne Soda nicht zu funktionieren. Ist soweit ich weiß auch das einzige von Schmidt´s Deo was ohne Soda auskommt. 💚🖤🖤🖤🖤

 

Ich habe die Testwochen übrigens absolut fair durchgezogen. Ben&Anna trug ich unter meiner linken Achsel und Schmidts Deo rechts. Und war völlig verwirrt, als ich nach ein paar Stunden mit Schmidts Deo anfing zu müffeln. Irritierenderweise zu einem Zeitpunkt bei dem ich ohne Deo auch noch nicht gemüffelt hätte. Schmidts Deo wird im Netz ziemlich gehypt und ist nach Meinung einiger Influencer “ich liiiebe es” alternativ auch ” das absolut echt beste” und  selbstverständlich “unschlagbar in der Wirkung”.

Vielleicht stimmt ja etwas nicht mit meiner rechten Achsel, dachte ich mir und wechselte die Seiten mit dem gleichen Ergebnis. Tja, der einzige Vorteil bei Schmidts Deo ist, dass es sich noch leichter verteilen lässt als bei dem Deo von Ben&Anna.

Alles Liebe

Eure Nita

6 Kommentare

    • nitaspleasures

      oh ja, auf jeden Fall. Ich mach es ab und zu in unser Wischwasser zum Desinfizieren. Ganz lieben Dank und liebe Grüße, liebe Brigitte.

  1. Puh, da bin ich ja beruhigt, hab schon fast gedacht, Ben & Anna wäre bei Dir durchgefallen. Wir haben nämlich genau die gleichen guten Erfahrungen damit gemacht. Hält nicht ewig, krümelt ein bisschen, ist aber richtig gut. Unseres hatte allerdings noch die Kunststoffverpackung.
    😁
    Liebe Grüße, Dani

    • nitaspleasures

      Liebe Dani, oh ja, ich auch! 🙂 Meine erste hatte auch noch die Kunststoffverpackung. 🙂 War nur sehr überrascht, dass die andere sooo gehypt wird. Dachte fast, es liegt an mir 😀 Liebe Grüße, Nita

  2. Danke für diesen tollen Selbstversuch ❤️ dann weiß ich ja jetzt welches Naturkosmetik Deo ich mal ausprobieren sollte. Teebaumöl riecht schon ziemlich „besonders“ für meine Nase ist das nix. 😃 Liebe Grüße Marion ❤️

    • nitaspleasures

      Liebe Marion, ja, Teebaumöl hat schon seinen ganz ganz eigenen Charme 😀 Es ist auch super fürs Bodenwischwasser, da riecht es tatsächlich sehr angenehm. Ganz liebe Grüße, Nita

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