Der  Beitrag enthält Werbung, da mein wie immer retuschierter Benedikt in super süßer und bequemer Babykleidung von windeln.de steckt.
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Ziel anvisieren…

Vor kurzem ertappte ich mich dabei wie ich auf dem besten Wege war genau die Mama zu werden, die ich nicht sein möchte: ungeduldig, genervt und verständnislos.

Ich wollte Bene wickeln, was meinem Sohn herzlich egal war. Er kann mittlerweile akrobatische Verrenkungen vollführen an die ich vermutlich auch mit täglichen Yogasessions nicht rankommen werde (davon abgesehen, bin ich auch eher der “Sport bis es schmerzt”-Typ und kann mit Yoga bis jetzt wenig anfangen). Bene zerlegte also begeistert seine Wickelkommode, räumte um, dekorierte neu und fand das alles großartig. Wickeln? “Hey Mama, catch me if you can! Ich dreh mich aber schneller, guck!” und donnerte sein Mandelöl auf den Boden. Es war natürlich offen.

Ich war genervt und grummelte “Boh, Benchen, muss das denn IMMER sein, Kumpel, jetzt ist mal gut, echt ey.” Resigniert wartete ich ab und schaute missmutig, ich will ihn schließlich wickeln, meinem Sohn zu wie er sich gerade quietschvergnügt ein Kissen schnappte und vors Gesicht hielt. Und wieder weg schob und mich erwartungsvoll anguckte. Und das Kissen wieder vors Gesicht hielt. Da dämmerte es mir. “Kuckkuck” sagte ich schließlich als er wieder auftauchte und Bene quietschte vor Vergnügen.

Kennt ihr dieses Gefühl im Hals, wenn ihr Mist gebaut habt und euch so richtig schämt? So ging es mir.

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…vorsichtig fühlen….

Bene liebt Kuckkuck spielen, ihr wisst schon, ihr haltet euch die Hand oder ein Tuch vors Gesicht und “verschwindet” und taucht wieder auf und zwitschert “Kuckkuck”. Bis dato fand es Bene immer saukomisch und hat sich vor Lachen kaum eingekriegt wenn wir das mit ihm gemacht haben. Ich stand da beim Wickeln und hätte fast verpasst wie unser Sohn zeigt, wie toll er uns nachmachen kann. Wie er seine Welt wieder vergrößert hat. Und das indem er uns einfach nachmacht. Zum Glück nicht im motzig sein. Sondern im Spielen und Quatsch machen und zwar immer und jederzeit.

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…ich komm da rüber!…

Warum war ich eigentlich so genervt und gefühlt unter Zeitdruck? Ich bin in Elternzeit, wir hatten keinen Termin zu dem wir hinmüssen, WIR HABEN ZEIT!

Wo steht geschrieben, dass wir jetzt wickeln und nicht wickeln UND spielen? Und wenn es eine Stunde dauert?

Bene ist eh gerade in einer Phase in der er wickeln doof findet und wehe wir ändern seine Kleidung. An die Wickelkommode trete ich nur noch voll ausgestattet mit meiner Waffensammlung: Musikhandy, Schnullerkette und eine mit Reis gefüllte aufgebrauchte Duschgelflasche, die bei uns “Boom-Chaka-Laka” genannt wird. Fragt nicht…

Apropo Termine: Ich habe vor kurzem im Park Mamas gelauscht, die über ihren Alltag sprachen.  Es fehlte eigentlich nur, dass sie ihre Terminkalender gezückt haben. So viele Termine, feste, starre Zeiten. “Pekip-Gruppe Donnerstag von 9-10.00 Uhr, Schwimmen ist am Sonntag von 12.00 – 12.30 Uhr, bisschen ungünstig, denn da wäre eigentlich Babysingen, aber nun gut und nicht zu vergessen der Babymassagekurs am Montag. Wollen wir uns am Mittwoch früh treffen? Gegen 9.00 Uhr?”

Ähm nee, denn da baue ich um ehrlich zu sein gerade im Schlafanzug das erste Türmchen für Bene auf und trinke Kaffee. Vor 11.00 Uhr verabrede ich mich aus Prinzip nicht mehr. Wie ihr in unserer Morgenroutine lesen könnt, hat sich das was mit Pläne machen bei uns.

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nett hier…aber lieber schnell zurück…

Und trotzdessen, dass ich versuche so planlos und so frei in der Tagesgestaltung zu sein, wie es nur geht, war ich grantig als es nicht nach Plan lief. Ich meine…Bene ist 7 Monate alt. (Und damit noch weit entfernt  von der Trotzphase in der ich vermutlich aus reiner Notwehr zähnefletschend vor ihm stehen werde…) Ich werde einen Teufel tun und ihm jetzt schon Termine beibringen. Er lernt Routinen, ja, aber diesen ganzen Zeitdruck möchte ich ihm solange es geht eigentlich ersparen.

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….nochmal von vorne…

Was war also los, dass ich so einen Groll beim Wickeln hatte? Mal ganz abgesehen vom Schlafmangel, dass Bene zahnt und die Zeit gerade echt anstrengend ist, können das nicht meine Ausreden sein, denn es geht um etwas anderes.

Die Erklärung ist so simpel wie langweilig.

Ich habe in den letzten Jahrzehnten irgendwie verlernt zu spielen. Spielen ist zeitlos. Spielen ist entdecken, ausprobieren und vor allem eins: Spaß. Meine Zeit in der ich begeistert Kommoden ausgeräumt habe und mich schlapp gelacht habe wenn ein Türmchen aus Würfeln zusammenfiel, ist locker 30 Jahre na gut 37 Jahre her.

In der Zwischenzeit war ich sehr gut damit beschäftigt alles zackig, und prompt und sofort zu erledigen. Ich war die Königin der To-do Listen. To-Do-Listen abhaken machte mich sehr glücklich.

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…geschafft!

Und mal ehrlich, mein Spielzeug hat sich natürlicherweise geändert. Früher Holzpferd, heute Smartphone, damals Quietscheente, jetzt Netflix. Ziemlich langweiliges Spielzeug. Bene hat mit einer leeren Cremedose die ich mit Reis befülle mehr Spass als ich mit meinem Handy. Zumindest lacht er lauter.

Es scheint sich zu lohnen, sich frei zu machen vom imaginären Zeitdruck und mal fünfe Grade sein zu lassen. Mein Lehrmeister ist mein sieben Monate alter Sohn. Damit ich diesen Blogpost schreiben kann, habe ich ihm Avocadostücke zum zermatschen hingelegt. Da ich aus Fehlern lerne, liegen sie auf dem Boden, ohne Teller, den wirft mein Lieblingsgrobmotoriker eh nur durch die Gegend. Ernsthaft, ich hatte keine Vorstellung wieviel Spaß es machen muss Avocado genüsslich zu zermatschen.  Ich bin dann mal weg, bevor er mir nichts übrig lässt. 😉

Alles Liebe, Eure Nita

Du möchtest mehr über mein Mamaleben und Schwangerschaft lesen, magst nachhaltige, natürliche Beautyprodukte und schnelle, leckere Rezepte? Und das ganze mit einem Augenzwinkern geschrieben? Jeden Sonntag so ab 12.00 Uhr, je nachdem ob es unser Schatz Benedikt zulässt kommt ein neuer Blogbeitrag auf meiner Seite Nitas Pleasures.

Auf Instagram und Facebook nehme ich dich noch ein bisschen mehr durch unseren Alltag mit. Ich freu mich, wenn du uns begleitest.

 

10 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden ❤️✨
    Einen tollen Bericht hast du wieder verfasst, den ich sehr gerne aus euren Alltag gelesen habe.

    Das mit dem verstecken ist klasse, aber da sieht man mal wieder, wie Kinder es lernen und auffassen, was wir vormachen ❤️✨👌🏻

    Habt einen guten Start in die neue Woche.

    Liebe Grüße Steffi 💋✨

    • Nita

      Hey du Liebe <3, ja spätestens jetzt sollte ich das mit dem in der Nase bohren vor Bene sein lassen 😀
      Fanz liebe Grüße nach Nürnberg und dir einen schönen Tag. :*

  2. Hi, liebe Mami
    .
    Da hast du wieder einen tollen Blog geschrieben. Zeitdruck ist sowas von Out mit so kleinen lebendigen Kids. So soll es auch sein. Und wer möchte schon auf etwas verzichten nur weil es der Zeitplan jetzt sagt. Macht die Kleinen nur unglücklich U d somit auch dich. Und ehrlich diese Zeit kommt nie wieder. Hier lernt ihr voneinander und das Vertrauen zueinander wird gesteigert sowie die Auffassungsgabe. Ihr macht das toll. Ich wünsche eine wunderschöne Woche
    Liebe Grüße
    Brigitte

  3. Oh finde ich super deinen Beitrag, bei mir ist es noch lang nicht so weit aber interessant 🙂 Und das Outfit ist ja zuckersüß.

    Liebe Grüße Lisa
    von Pinkybeauty.de

  4. Schön geschrieben! Ich finde es toll das du dir die Zeit nimmst und nicht mehr den Punkten auf der To-Do-Liste hinterherrennst. Ich müsste mich von dem Zeitdruck und den vielen To-Dos auch viel mehr loslösen.

    Liebe Grüße
    Sybille von Billchen’s Beauty Box

  5. Meine Tochter liebt Avocado und verputzt sie lieber, als sie zu zermatschen 😉 Aber sie ist ja auch schon ein paar Jahre älter! Zum Thema Spielen: Ich darf beruflich ganz viel spielen und sehen immer wieder die glücklichen Kinderaugen, wenn sie sich Spiele aussuchen können und man sich mit ihnen beschäftigt 🙂 Da wird es dein Kleiner in Zukunft sicher schön haben!

    Liebe Grüße
    Jana

  6. Ein ganz toller Beitrag und ich musste auch schmunzeln beim Lesen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es wirklich etwas traurig, dass wir das Spielen und uns einfach an kleinen Dingen freuen so verlernt haben. Vielleicht zermatsche ich nachher auch etwas Avocado 😀

  7. Meine Schwester hat das Problem auch gehabt. Sie hat nie eine genervte Mama werden wollen und plötzlich ging das los. Ihre Kinder sind aber auch zu Dritt und sie versucht das Ganze wieder zu bekämpfen. Ihren tag versucht sie mittlerweile sogar bis auf die Minute zu planen. das beobachte ich mit einem skeptischen Auge.
    Vielleicht sollte sie deinen Beitrag einmal lesen und dann ein paar Avocados zermanschen 🙂

    xoxo dein Lipstickbunny Vanessa

  8. Dein Schreibstil ist soooooooooo angenehm! 🙂
    Ich finde deine Sichtweise auch super – so einen mega durchgetakteten Tag ist doch nur stressig und wenn man hinter einem hinterher hängt ist man bei allen weiteren Termine schon extrem genervt. Du machst es richtig!

  9. Liebe Anita!

    Ein toller Beitrag, auch wenn ich selbst noch keine Mama bin! Das mit den vollen Terminkalender einiger Mütter wäre aber auch absolut nichts für mich in der Zukunft. Ich möchte dann auch eine gemeinsame angenehme Zeit ohne Druck oder Stress genießen. Immerhin entscheiden sowieso die Kinder über den eigenen Zeitplan 😀

    Lieben Gruß,
    ❤ Alice von https://alicechristina.com

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