Werbung für die Fairybox, die Abobox für Naturkosmetikfreunde

Vorab: Ich bin weit entfernt von perfekt. Meine Haare wasche ich nicht mit Roggenmehl (ich mag das Gefühl einfach nicht), benutze keine Waschnüsse (irgendwie bekomm ich den Grauschleier nicht weg und der Geruch ist…ich komm einfach nicht ran) und ich habe immer noch ganze drei Produkte aus meinen konventionellen Zeiten und solange ich keine Pustel bekomme, benutze ich den Kram auch auf.

Sollte es also einen Preis für das nachhaltigste Badezimmer geben, ich gewinne ihn nicht. Und trotzdem hat sich im Laufe der Jahre einiges getan. Manches war einfach umzustellen, bei anderen Dingen hat es gedauert.

Während ich euch also die neue Fairybox mit fünf neuen Produkten zeige, macht ihr es euch gemütlich und ich erzähle euch im Anschluss noch welche fünf Dinge sich bei mir im Bad im Laufe der Jahre geändert haben um Müll zu sparen, Ressouren und Energie zu schonen.

Juniper Lane Eau de Parfum Moon Flower

Fairybox September 2019 Tipps für Nachhaltigkeit im Badezimmer

Nach 18 Monaten habe ich das erste mal wieder Parfüm getragen und mein Sohn hat nicht Reißaus genommen.

Wußtet ihr, dass in den meisten konventionellen Parfüm Mineralöl-Verbindungen ist? Das will mann natürlich UNBEDINGT mit Hilfe eines leichten Sprühnebels auf sich verteilen.

Und warum sind die meisten Parfüms nicht wirklich vegan? Richtig, weil sie an Tieren getestet werden. Um genau zu sein: Die Inhaltsstoffe, gerne von Fremdfirmen. Hat sich was mit tierleidfrei.

Das Naturkosmetik Parfüm von Juniper Lane ist vegan, zertifiziert und kommt ohne Mineralöl und Konservierungsstoffe aus.

Nein, es hält nicht drei Tage auf der Haut aber lange genug. Die Inhaltsstoffe sind alle natürlichen Ursprungs und mir gefiel der Duft. Allerdings erst nach einer Weile. Beim Auftragen war er merkwürdig, dann war er wie ein alter Wein. Das Parfüm brauchte Luft um seinen Duft von Veilchen, Rose, Sandelholz und Mandeln freizusetzen.

50 ml kosten ca. 15 Euro und ihr bekommt es bei DM.

Humble Brush Zahnbürste Medium, Originalgröße

Fairybox September 2019 Tipps für Nachhaltigkeit im Badezimmer Humble Brush Zahnbürste aus Bambus

I love Bambuszahnbürsten. Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt Holz in der Hand zu halten, da Holz einfach weniger rutscht als die Plastikvariante. Was soll ich sagen: Wenn das ein Grund wäre, wegen einem Hauch von Komfort, weiter die Plastikzahnbürste zu nehmen, dann weist mich bitte ein!

Die Humble Brush hat einen 100 % natürlichen, biologisch abbaubaren Griff und die Verpackung ist komplett kompostierbar. Die Bürsten selber sind aus Nylon. Wenn die Zahnbürste hinüber ist, kann man sie noch zum Putzen weiterverwenden und dann den Kopf abbrechen und getrennt entsorgen.

Ihr findet sie bei Rossmann (und an dieser Stelle die Bitte, dass es Bambuszahnbürsten auch für die Kleinsten beim Drogeriemarkt um die Ecke gibt und nicht nur online. Merci. <3) Sie kostet übrigens knapp vier Euro.

uoga uoga natural Highlighter Moon path

Fairybox September 2019 Tipps für Nachhaltigkeit im Badezimmer

Vor ein paar Jahren ging es los mit Highlightern. Für mich leider ein wenig zu spät, denn Highlighter in Puderform hat die lästige Angewohnheit in die Fältchen zu kriechen. Hallo? Das will doch keiner. Hinzu kam, dass ich gnadenlos unfähig war mir Highlighter mit einem Pinsel vernünftig aufzutragen. Ich sah immer aus wie eine speckige Version einer Falte. Grauenhaft.

Offensichtlich war ich nicht die einzige mit dem “Problemchen” denn es gibt mittlerweile nicht nur Highlighter aus der Naturkosmetik in Puderform sondern auch cremige wie dieser hier. Er ist super zart, schimmert ganz leicht, hat eine leichte, wachsartige Konsistenz und lässt sich problemlos verteilen.

Er ist vegan und von COSMOS Natural zertifiziert. Ein Döschen mit 6 ml kosten ca. 15 Euro und ihn findet ihn hier *click*.

Fair Squared Zero – Waste-Set

Fairybox September 2019 Tipps für Nachhaltigkeit im Badezimmer

“Challenge accepted!” so ähnlich müssen es sich die Jungs und Mädels von Fair Squared gesagt haben und streben an bis Ende diesen Jahres komplett plastikfrei zu sein! Damit wäre Fair Squared eine Zero-Waste Naturkosmetikmarke. Kennt ihr andere? Ich nicht.

Der erste Teil der Produkte ist bereits komplett umgestellt:

Das Zero-Waste-Set besteht aus einer Day Cream Hydro Care im Glastiegel, also einer Gesichtspflege. Die Creme beinhaltet Fairtrade-Aprikosenkernöl und Arganöl (Arganöl, der Knaller für mich <3) und Aloe Vera um die Feuchtigkeit auch schön zu binden.

Dann wäre da noch Fairtrade Seife, die in Köln hergestellt wurde und ein waschbares Kosmetikpad aus Bio-Baumwolle.

Alle drei Produkte kommen in einem Baumwollsäckchen daher. Riesen Kompliment an das Team von Fair Squared, dass sie Seife nicht in irgendetwas einschlagen, verpacken, umwickeln. Alles unnötig und ich verstehe keinen Hersteller, der seine Seife noch extra in Plastik packen muss. Es ist dem Verbraucher durchaus zuzumuten, dass er die Seife anfässt, wenn er sie ins Badezimmer trägt.

Das Set kostet knapp 10 Euro und ihr bekommt es hier *click*.

Himalaya Herbal Neem & Granatapfel Zahncreme

Fairybox September 2019 Tipps für Nachhaltigkeit im Badezimmer

Die Zahncreme löste einen Wutanfall bei meinem Kleinkind aus. Eigentlich habe ich seinen Wutanfall ausgelöst, wer sonst.

Mein Sohn schnappte sich die Zahncreme während ich die Box fotografieren wollte und rannte zur Sicherheit mit ihr in der Hand weg. Er kennt mich. Ich hinterher. Er, innerhalb kürzester Zeit mit hochrotem Kopf in die Küche, energisch am Schrauben, die Tube MUSS aufgehen. Wir rangen mittlerweile um die Tube, mein Sohn wehrt sich mit seinen fast 16 Kilo und brüllt, dass ich jeden Moment die Nachbarn erwarte. Mit Polizei. Da! Er hat sie auf, leichte Schweißperlen auf meiner Stirn, er steht auf dem Teppich, mich fest im Blick. Natürlich kein extra Aluminiumschutz auf der Öffnung. Mein Betteln wird überhört, ich greife zu, er greift fester und schließlich kommt die Zahnpasta rausgeschossen. Riecht schön frisch, dachte ich noch, nutzte den Überraschungsmoment bei meinem Sohn aus und klaute sie ihm. Ätsch. Gebrüll, Mama doof, Wutstampfen, 3 Sekunden später lachend auf meiner Schulter. Das übliche.

Kinder, ey.

Hätte er sie in den Mund genommen, hätte ich mir keine Sorgen um eine zu hohe Aufnahme von Fluorid machen müssen, denn sie ist fluoridfrei. Dazu riecht sie sehr sehr frisch und nach Kräutern, soll Zahnfleischentzündungen vorbeugen und enthält Neem und Granatapfel.

Was ich super finde und man fühlt es auch sofort ist, dass die Verpackung aus recyceltem Material ist und die Papierverpackung ist chlorfrei hergestellt.

Eine Tube enthält knapp 150 Gramm und ihr bekommt sie hier *click*.

Na? Neugierig geworden? Die Fairybox gibt es im Abo und jeden Monat kommt sie mit 5-6 nachhaltigen Produkten aus der Naturkosmetik zu euch nach Hause. Momentan ist sie vergriffen, ihr könnt euch aber hier auf die Warteliste setzen *click*.

Und los gehts mit fünf Dingen, die sich bei mir im Bad geändert haben.

1. Keine Proben sammeln!

Bei näherer Betrachtung sind Proben von neuen Produkten nicht nur ein Miniklecks Produkt in viel -meist nicht abbaubarer- Plastik, sie bringen auch nichts.

Wenn ich ein neues Produkt teste, dann kann ich frühestens nach 1 Monat sagen ob es etwas taugt. Es sei denn ich reagiere mit einer unschönen Hautreaktion drauf, dann auch früher. Nach einer Probe weiß ich also vom Produkt….nichts außer ich habe eine Allergie gegen einen Inhaltsstoff. Proben sind also maximaler Quatsch.

“Die sind aber so praktisch für unterwegs und beim Sport!” Ach Mensch, ernsthaft? Nee. Ich schaffe es gerade so eine Flasche Duschgel und Bodylotion zu transportieren.

Leider wird man mittlerweile mit Proben zugeworfen. Was mir hilft ist 1. so wenig wie möglich online bestellen, 2. wenn ich mir Proben auswählen darf, wähle ich sie nicht aus und 3. wenn mir die Proben einfach so mit zugeschickt werden, schreibe ich den Hersteller an und bitte um einen frankierten Rückumschlag um den Kram zurückzuschicken. Ist das nicht voll der CO2 Verbrauch durch den Transport?

Ja, klar! Aber ich gehe den Firmen mit Anfragen dieser Art tierisch auf den Sack und wenn das noch ein paar mehr Menschen machen, dann überliegen sich die Firmen es auch mal ob sie uns weiterhin mit solchen Umweltschleudern zuballern möchten. Nachhaltigkeit beginnt außerhalb der Komfortzone.

Das ist übrigens eine Sache, die ich sehr sehr an der Fairybox liebe: Sie sind probenfrei! <3

2. Optimierung der Wegwerfartikel

Zugegeben: ganz ohne meine elektrische Zahnbürste geht es noch nicht. Abends und zwischendurch reicht mir eine Zahnbürste aus Bambus völlig aus.

Meine Wattestäbchen sind aus Papier, meine Wattepads sind Diebesgut. Ich benutze kleinen Lappen von meinem Sohn, die ich in mehrere Stücken geschnitten habe, verkettelt und gut ist.

Unter der Dusche brauche ich keinen Plastikschwamm für die optimale Schaumbildung, mir reichen meine Hände. Sollte ich vor Dreck strotzen, was im Sommer eher bei meinen Füßen der Fall ist, hilft mir meine Bürste aus Holz mit Naturborsten.

Ähnlicher Quatsch sind Müllbeutel im Badezimmer, hatte ich jahrelang und ich habe nicht das Gefühl, dass sich mein Leben verschlechtert hat, seitdem ich sie einfach weg lasse. Tut nicht weh. Versprochen.

3. Kauf nicht so viel Kram – weniger dafür besser

Es ist verlockend. Dank der ganzen günstigen Naturkosmetikeigenmarken der Drogerien kann man sich getrost drei Lippenstifte gönnen: rot, mittelrot und röter. Ist ja schwer sich zu entscheiden, ich kenne das. Äh nee. Ich kannte das. Zum Glück wurde ich älter und damit weiser und habe begriffen, dass ich keine drei neuen Lippenstifte und Co. gleichzeitig brauche. Momentan habe ich noch einen Vorrat, der benutzt wird bis er eingetrocknet ist und wenn er nicht eingetrocknet ist, dann brauch ich auch nichts neues. The End.

Nicht so viel Kram kaufen, gilt übrigens auch für Aufbewahrungsteile und auch ich habe diese blöden Plastikboxen für Lippenstifte. Ehrlich, schön praktisch aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich sie brauche. Diese Erkenntnis kam leider erst Jahre nach dem Kauf und nun sind sie da und werden benutzt. Für alles andere eigenen sich ausrangierte kleine bauchige Vasen und alte Gläser.

4. Hallo Naturkosmetik, Ciao Mikroplastik

Was am Anfang meiner Nachhaltigkeitsreise vor sieben Jahren so einfach aussah, ist es nicht. Vernünftige Naturkosmetik (= kein Mikroplastik) zu finden, die vom Tragegefühl an konventionelle Produkte rankommt war für mich eine Herausforderung. Und ist es immer noch. Ich finde es halt mega unangenehm wenn Bodylotion klebt, ich bei Duschgel das Gefühl habe, ich verteile Glibber auf meinem Körper oder Gesichtscreme die mich glänzen lässt wie eine Speckschwarte und nach ein paar Stunden ranzig riecht.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe eine goldene Regel für mich entdeckt, mit der ich ganz gut fahre: wenn unter den ersten drei INCIS Alkohol oder Sonnenblumenöl zu finden ist, taugt das Produkt für mich nicht. Sonnenblumenöl ist nun echt nicht so dolle von der Pflegewirkung, aber eben schön billig und für Alkohol in so hoher Konzentration, dass es unter den Top 3 ist, ist meine Haut einfach zu trocken.

Mittlerweile habe ich noch drei konventionelle Produkte, die seit Jahren sehnsüchtig darauf warten leer gemacht zu werden: Ein Hitzeschutz, ein Augenmakeupentferner und Haarspray.

5. Essensresteverwertung für die Schönheit

Was hat Kaffeesatz, Olivenöl und Salz im Badezimmer zu suchen? Na, zusammen ergeben sie ein prima Körperpeeling *click*. Und der nette Nebeneffekt: ich benutze den Kaffeesatz nochmal bevor er wegkommt und es spart viel Geld. Apropo Öl, das nehme ich auch um meine Augen abzuschminken. HAHAHA! Also, WENN ich mal in die Verlegenheit komme, überhaupt die Zeit für ein abschminkwürdiges Augenmakeup zu haben. Wenns gut läuft ist es Weihnachten wieder soweit. Alle Jahre wieder.

Öl geht auch super zum Ölziehen! Mit Zitrone bekomme ich Verfärbungen an meinen Händen weg und meine Nägel werden schön hell.

Und wer noch mehr Körperpflegeprodukte selbst machen möchte, dem empfehle ich mein Rosenwasser *click* und meine selbstgemachte Lippenpflege *click*. Das waren noch Zeiten! Um ehrlich zu sein, wenn ich jetzt die Zeit hätte um mir mein Rosenwasser zu machen, dann würde ich lieber….ach was solls, ich hab sie einfach nicht. Und bin einfach saufroh, dass es vernünftige Produkte aus der Naturkosmetik gibt.

Hi! Ich bin Anita, 38 Jahre und blogge über Alltagsgeschichten aus meinem Mamaleben und meiner Schwangerschaft. Ich mag Nachhaltigkeit, weniger Plastik, ich liebe die Ostsee und finde Zigarettenkippen auf Spielplätzen blöd. Wenn ich pupse, dann kein Einhornglitzer und offene Worte und Humor finde ich zum Dahinschmelzen.

Wenn es meine Zeit und meine Priorität Nummer 1, mein Einjähriger kleiner Junge zulässt, kommt einmal pro Woche ein neuer Blogbeitrag auf meiner Seite https://nitaspleasures.de.

Auf Instagram findest du mich und meinen Alltag unter nitas_pleasures und bei Facebook auch. Ich freu mich, wenn du uns begleitest.

1 Comment

  1. Hey,
    ein paar interessante Produkte ;).
    Die Zahnbürste habe ich selbst einmal ausgetestet. Und war mit ihr sehr zufrieden ;).
    Ich denke man muss auch nicht perfekt sein. Die Hauptsache ist meiner Ansicht nach, den für sich passenden Weg zu finden, wenn es um Nachhaltigkeit geht.
    Auf jeden Fall auch einige gute Tipps ;). Besonders das Rezept für das Körperpeeling gefällt mir sehr. Habe ich bislang noch nicht ausprobiert.
    LG Cordula von Wir essen Pflanzen

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